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Lesung mit Kerem Schamberger und Michael Meyen

In den letzten Jahren ist die kurdische Befreiungsbewegung wieder verstärkt in den Blick der westlichen politischen Linken gerückt. Insbesondere die demokratische Selbstverwaltung in Rojava im Norden Syriens ist hierbei zum Symbol eines emanzipatorischen, linken Projekts geworden, dem linke Bewegungen weltweit ihre Solidarität aussprechen. Mittlerweile sind die Farben und Symbole Rojavas, der PKK und der YPG auf vielen linken Demonstrationen zu sehen.

Neben der Aufmerksamkeit für die kurdische Befreiungsbewegung in Syrien, scheint die Situation der Kurd_innen in der Türkei aus dem Blickfeld der hiesigen Linken gerückt zu sein. Das ist umso verwunderlicher, da Deutschland ein enger Verbündeter der Türkei ist und regelmäßig eine große Zahl an Waffen in die Türkei exportiert.

Die Veranstaltung wird sich anhand des neuen Buches von Kerem Schamberger und Manfred Meyen mit der Situation der Kurd_innen in der Türkei beschäftigen und vor allem die folgenden Fragen in den Fokus rücken: Welchen Charakter hat die kurdische Bewegung in der Türkei? Was sind ihre Ziele? Welcher Repression sieht sich die kurdische Bewegung durch den türkischen Staat ausgesetzt? Und was hat das deutsch-türkische Bündnis hiermit zu tun?

Referenten:
* Kerem Schamberger, politischer Berichterstatter, Kommunikationswissenschaftler an der LMU München. Er beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der kurdischen Befreiungsbewegung in der Türkei. Aufgrund seines politischen Engagements drohte ihm zeitweise das Berufsverbot in Deutschland.
* Dr. Michael Meyen, Professor für Kommunikationswissenschaften und Medienforschung an der LMU München, ehemaliger Journalist.

Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Göttingen

Veranstaltungsort: ver.di-Geschäftsstelle, Groner-Tor-Straße 32, 37073 Göttingen
Zeit: Mittwoch 04.10.2018, 19:00 – 21:00 Uhr