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Die erfolgreiche gesellschaftliche Integration von Migranten wird mittlerweile weitgehend als synonym mit dem Erwerb von Deutschkenntnissen oder zumindest als notwendigerweise parallel verlaufend angesehen. Staatlicherseits ist deshalb die Sprachförderung in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut und differenziert worden.
Eine grundsätzliche Neuorientierung erfolgte nach 2015/2016 mit dem starken Anstieg der Zuwanderungszahlen, in deren Folge der Fokus auf die sprachliche Integration in
den Arbeitsmarkt gelegt wurde.

Das Arbeitsministerium definierte mit der Deutschförderverordnung (DeuFöV) zahlreiche neue öffentlich geförderte Kurstypen, insbesondere oberhalb der Niveaustufe B1, die seitdem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) deutschlandweit an zugelassene Kursträger vergeben werden. Diese oft „berufssprachlich“ genannten Kurse
schließen an die allgemeinsprachlichen „Integrationskursen“ (im engeren Sinn) an und sollen sich von diesen durch ihre stärkere Ausrichtung an berufssprachlichen Kompetenzen bis hin zur Umsetzung eines integrierten Sprach- und Fachlernens unterscheiden.

Doch was bedeutet das konkret für den Unterricht und die gesamte DaF/DaZ-Szene, also Forschung und Ausbildung, Konzepte, Kursträger, Lehrkräfte? In der Praxis stößt
das Ziel der berufssprachlichen Integration auf zahlreiche Herausforderungen und Schwierigkeiten, die sowohl mit der komplexen Abgrenzung von Allgemein- bzw. Bildungssprache, Fach- und Berufssprachen als auch mit Inkonsistenzen und generellen Problemen der institutionellen Sprachförderung zu tun haben. Diese werden im Vortrag
aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Referent: Dr. Matthias Jung (Düsseldorf/Berlin)
Datum: Montag, 12.11.2018
Zeit: 16:15 – 17:00 Uhr (anschl. Diskussion bis 18:00 Uhr möglich)
Ort: VG 3.101, Platz der Göttinger Sieben

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