Landkreis: 0551 525-9155 Mail an Landkreis ­ Stadt: 0551 400 5000 Mail an Stadt
­ Mo-Do: 9-16 Uhr, Fr: 9-12 Uhr

„Ich bin begeistert, wie sich die Duderstädter für Flüchtlinge engagieren“, sagt Ole Anhuef. Am Wochenende besuchte der Tübinger Medizinstudent seine alte Heimatstadt und machte gleich bei der Fotoaktion „Gesicht zeigen, Demokratie stärken“ mit. Das Bündnis gegen Rechts will eine virtuelle Menschenkette schaffen.

„Mit Foto und einem Statement können Bürger bei uns für Toleranz und Weltoffenheit werben“, erläutert die Sprecherin der überparteilichen Initiative, Jennifer Ahlbrecht, das Anliegen. Für Oktober sei eine Ausstellung im Duderstädter Stadthaus geplant. „Menschen sollen leben dürfen, wo sie wollen“, meint Laura Faul, die gemeinsam mit Anhuef in Tübingen Medizin studiert. Dass rechtsextreme Gruppen das ablehnen, stört sie.

„Es ist ein Geschenk, dass wir alle mitreden dürfen“

 

„Es ist ein Geschenk, dass wir alle mitreden dürfen“, findet Pascal Schwedhelm aus Mingerode. Demokratie sei ein „wertvolles Gut“, das es zu schützen gelte. An den Demonstrationen gegen Rechts habe er bisher nicht teilgenommen, bei der symbolischen Menschenkette wolle er jedoch dabei sein.

„Ich bin auf meinen Reisen überall mit offenen Armen aufgenommen worden“, berichtet Duderstadts Integrationsbeauftragte Regina Steffens-Grosche. Nun wünsche sie sich, dass auch Duderstadt Menschen aus aller Welt freundschaftlich empfange. Das geschehe bereits heute im Café Grenzenlos, in den Internationalen Gärten oder bei der Aktion Märchen der Völker. „Wir leben Multikulti“, betont sie. 83 Nationen wohnten friedlich in der Brehmestadt zusammen. Ihre Mitstreiterin Renate Schopferer von der Katholischen Erwachsenenbildung wünscht sich für ihren Enkel, den sie an der Hand hält, eine „bunte Zukunft“.

Aktion „Gesicht zeigen, Demokratie stärken“

 

Das Bündnis ist mit der Aktion „Gesicht zeigen, Demokratie stärken“ sonnabends auf der Duderstädter Marktstraße präsent. Bürger können zudem Fotos mit Statements an  info@duderstadt-bleibt-bunt.de mailen.

Quelle: Artikel im Göttinger Tageblatt vom 15.08.2016 ( Link zum Original-Artikel im GT vom 15.08.2016