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Wie kann Integration funktionieren – etwa durch Sprachkurse und Förderprogramme? Es braucht mehr als das, findet Gerd Rappenecker, Geschäftsführer der Stadtwerke Göttingen. Die soziale Anbindung der Flüchtlinge sei ein entscheidender Faktor für gelungene Integration.

Und genau die gestaltet sich im neuen Flüchtlingsheim am Schützenanger schwierig. Seit Juli 2016 leben dort rund 85 Bewohner. Das Problem sieht Rappenecker in der Lage des Wohnheims: „Die Unterkunft ist ein isoliertes Dorf.“ Soziale Kontakte zu den Göttingern ließen sich aus dieser Wohnlage heraus nur schwer knüpfen, erklärt er.

Um dem entgegenzuwirken, initiierte der Geschäftsführer bereits im März diesen Jahres ein „Nachbarschaftsfrühstück“. In den Räumen der Stadtwerke treten seitdem regelmäßig Firmen und soziale Einrichtungen wie das Weststadtzentrum, die Musa oder die Jugendhilfe Göttingen, zusammen, um im Plenum die Integration der ansässigen Flüchtlinge zu fördern. In ihrem ersten Projekt richteten die teilnehmenden Akteure am Freitag den „Welcome-Kick“ aus. Rund 16 Mitarbeiter aus den unterstützenden Unternehmen, darunter die Stadtwerke Göttingen, Netxt Pharm und der ENM, traten in einem Fußballturnier in der Sparkassen-Arena gegen 16 Flüchtlinge aus dem Schützenanger an. „Wir erhoffen uns dadurch engeren Kontakt und mehr gegenseitigen Bezug“, erklärt Rappenecker. „Vielleicht ergibt sich auch das ein oder andere Treffen außerhalb der Veranstaltung“, führt er fort. Ausklingen ließen die rund 100 Teilnehmer den Abend auf dem Gelände der Stadtwerke Göttingen, bei einem gemeinsamen Essen, gekocht von Flüchtlingen.

Quelle: Artikel im Göttinger Tageblatt vom 21.10.2016 ( Link zum Original-Artikel im Göttinger Tageblatt