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Pressemitteilung vom 07.01.2016

Seit Anfang dieses Jahres zahlt das Land Niedersachsen dem Landkreis Göttingen Miete für die als Flüchtlingsunterkünfte genutzten Kreisgebäude. Der symbolische Betrag von je 1000 Euro pro Monat kommt der ehrenamtlichen Hilfe in der Flüchtlingsarbeit zugute. Die Mieteinnahmen sind nun erstmals beim Landkreis eingegangen. Der Landkreis leitet das Geld über die betroffenen Gemeinden zugunsten der Arbeit von Freiwilligen weiter.

Die Mittel gehen komplett an die Gemeinde Rosdorf als Standort der früheren Anne-Frank-Schule und den Flecken Adelebsen, wo die ehemalige Albert-Schweitzer-Schule als Notunterkunft genutzt wird. „Die Gemeindeverwaltungen koordinieren die wichtige und unabdingbare Arbeit der Freiwilligen für die Notunterkünfte. Deshalb können sie die Mittel gezielt dorthin lenken, wo sie gebraucht werden und sinnvoll sind“, erläutert Landrat Bernhard Reuter.

Die Gemeindebürgermeister begrüßen das Vorgehen. „Die Menschen in Rosdorf helfen seit Monaten – freiwillig, engagiert und unermüdlich. Dabei können wir ihnen nun etwas unter die Arme greifen“, sagt Bürgermeister Sören Steinberg. Fleckenbürgermeister Holger Frase erklärt: „Ehrenamt ist unbezahlbar. Mit dem Geld können wir gute Rahmenbedingungen schaffen.“ Die Gemeinden nutzen die Mittel zur Finanzierung von Sachkosten.

Im August 2015 hatte der Landkreis dem Land Teile der früheren Anne-Frank-Schule und das leerstehende Gebäude der vormaligen Albert-Schweitzer-Schule zu Unterbringung von Flüchtlingen angeboten. Nur wenige Tage später wurden beide Liegenschaften mit Flüchtlingen belegt. Sie werden seitdem durchgängig als Notunterkünfte genutzt.

Der Bedarf an den Unterkünften besteht auf absehbare Zeit fort. Die im August 2015 zwischen Land und Landkreis geschlossenen Nutzungsvereinbarungen wurden deshalb zum Jahresende verlängert – für Rosdorf bis zum 31.07.2016, für Adelebsen bis 31.12.2016. „Unter dem Eindruck der anhaltend großen Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger hat der Landkreis die Gelegenheit genutzt und mit dem Land die Mietzahlungen vereinbart. So können wir die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe noch mehr als bisher finanziell zu unterstützen“, so Landrat Reuter abschließend.