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Mit der „Zauberflöte – inkognito“ wird die Zusammenarbeit des Künstler-Duos Werkstatt Mosler mit der Kreismusikschule unter der Leitung von Sabine Gottschalk fortgesetzt. Als Integrationsprojekt für Geflüchtete wird Mozarts Märchenoper mit Musik und Pantomime am Sonnabend, 16. September, aufgeführt.

„Die Zauberflöte stand schon immer auf meiner Wunschliste“, sagt Gottschalk lächelnd und ergänzt gleich, dass die anspruchsvolle Mozart-Komposition nicht ganz einfach zu spielen sei für die Schüler der Musikschule. Mit Instrumenten ist das junge Orchester gut aufgestellt: Von der Flöten über Streicher und Percussion bis zum Fagott ist alles vorhanden, und die rund 80 Musiker sind im Alter von acht Jahren bis ins Erwachsenenalter.

Im vergangenen Jahr hatte die Kooperation zwischen dem Künstler-Ehepaar Christiane und Lüder Mosler, der Musikschule und jungen Geflüchteten in Duderstadt unter dem Titel „Musik macht Heimat“ bereits Erfolge gefeiert. „Unser Ziel ist, bildende Kunst, darstellende Kunst und Musik miteinander zu verbinden und als Integrationsprojekt in jedem Jahr fortzuführen. Schöpferische Arbeit fördert Integration und hilft, Kriegserfahrungen zu verarbeiten“, fasst Christiane Mosler die Schwerpunkte der Kooperation zusammen.

Im Duderstädter Jugendgästehaus üben zurzeit die Musikschüler unter Gottschalks Regie, aber mit kräftiger Unterstützung der übrigen Lehrer der Musikschule, die verschiedenen musikalischen Szenen der Zauberflöte. In kleineren Gruppen hatten sie zuvor die Parts für ihr jeweiliges Instrument einstudiert, daher klappte schon die erste Probe gut.Im Nebenraum ist das Künstlerehepaar mit sechs jungen Männern aus Afghanistan damit beschäftigt, die Handlung der Oper pantomimisch einzustudieren und dafür Masken herzustellen. Bühnenbilder haben zuvor schon deutsche und ausländische Jugendliche gemeinsam im Jugendfreizeitheim bei einem Workshop mit der Werkstatt Mosler gemalt.

„Die Geflüchteten kannten die Zauberflöte vorher nicht. Wir erzählten ihnen die Handlung, und da waren sie sofort hochmotiviert, bei dem Projekt mitzumachen“, sagt Christiane Mosler.Auch bei den jungen Musikschülern war die Zauberflöte zuvor nicht unbedingt bekannt. „Ich höre sonst eher keine Klassik, aber dieses Projekt ist ganz cool und in die Musik haben wir uns ganz gut eingefunden“, sagt Violinistin Stine. Ihre Mitschülerin Sarah, ebenfalls Violinistin, hört zwar manchmal klassische Musik, kannte die Zauberflöte aber auch nur vom Namen. „Die Umsetzung hier in der Gruppe ist interessant, wenn auch nicht ganz leicht. Bei der Zauberflöte gibt es jetzt schon ein paar Lieblingsstücke“, sagt die junge Duderstädterin.„Wir haben zwei Aufführungen in der Eichsfeldhalle geplant, eine vormittags am Freitag 15. September für die Schulen. Wir laden auch alle Geflüchteten in der Region ein, die Veranstaltung zu besuchen “, erläutert Gottschalk das Programm. Dank zahlreicher Sponsoren sind die Aufführungen kostenfrei.

Zauberflöte – inkognito: Sonntag, 10. September, Rathaussaal: Öffentliche Einführung in die Hintergründe der Zauberflöte mit kurzer Aufführung der Theatergruppe der Lebenshilfe, Beginn 17 Uhr.Sonnabend, 16. September, Eichsfeldhalle: Aufführung der musikalischen Pantomime „Zauberflöte – inkognito“ mit Geflüchteten und dem Orchester der Kreismusikschule., Beginn 17 Uhr.

Quelle: Artikel im Göttinger Tageblatt vom 02.08.2017 ( Link zum Original Artikel )