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Deutschland und seine Flüchtlinge inmitten eines weltweiten Dramas – Die Arbeit des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Deutschland, Afrika und Nahen Osten

3. Mai 2016, 19:30

Angst vor einer großen Flüchtlingswelle erfasst Europa seiteiniger Zeit. Allerdings berührt die weltweite Flucht- und Migrationsbewegung uns nur am Rand. Die meisten der 60 Mio. Menschen fliehen in ebenfalls meist arme Nachbarländer im Nahen Osten oder in Afrika. Die meisten Flüchtlinge wollen zurück in die Heimat und nur wenige weiter nach Europa. Dennoch sind es immer noch Tausende, die vor der Festung Europa unter humanitär desolaten Lebensbedingungen ausharren und hoffen. Und es sind viele, die bei dieser Flucht schon ihr Leben verloren haben. Europas Sicherheitspolitik schützt Grenzen und nicht Menschen. Die, die es nach Europa schaffen, kämpfen gegen drohende Abschiebung, leiden unter Unsicherheit, Untätigkeit und Perspektivlosigkeit und verlieren wertvolle Lebenszeit mit Nichtstun. Und die, die in den großen Flüchtlingslagern oder in primitiven Unterkünften in den benachbarten, meist armen Ländern leben, beachten wir nicht. P. Frido Pflüger kennt aus seiner Arbeit mit dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst die Lage in Afrika, im Nahen Osten und hier in Deutschland und berichtet über seine Erfahrungen.

Kurzbiographie:

Pater Frido Pflüger SJ ist 1947 in Albbruck im Südschwarzwald geboren. Nach dem Abitur trat er 1966 in den Jesuitenorden ein, studierte Philosophie an der Hochschule der Jesuiten in Pullach, dann Theologie an der Universität Innsbruck und Mathematik und Physik an der Universität Tübingen. Am 2. Oktober 1976 wurde er in München zum Priester geweiht. Nach dem Referendariat war er 1981-1992 Lehrer und später stellvertretender Schulleiter am Kolleg in St. Blasien. 1992 ging Frido Pflüger nach Dresden an das 1991 wieder gegründeten katholischen St. Benno-Gymnasium, dessen Leitung er 1994 übernahm. 2003 suchte er eine neue Herausforderung und ging nach Nord-Uganda, um mit sudanesischen Flüchtlingen zu arbeiten. Dort war er bis 2006 mit der Organisation der Schulen für über 30.000 Flüchtlingskindern betraut. Danach war er eineinhalb Jahre Delegat des Provinzials für Ignatianische Pädagogik an den deutschsprachigen Jesuitenschulen. Von 2008-2012 war er Leiter des Jesuiten- Flüchtlingsdienstes (JRS) in Ostafrika (Kenia, Uganda, Äthiopien, Sudan u. Südsudan). Seit 2012 leitet er den JRS Deutschland in Berlin. Dort ist er auch Mitglied der Härtefallkommission des Landes Berlin.

Vortrag

Ort: ANCORA Beratungszentrum, Kurze Straße

Zeit: Dienstag, 3. Mai, 19:30 Uhr

Referent: P. Fridolin Pflüger SJ

Veranstalter:Citypastoral Sankt Michael & Tea-Time Team

 

Details

Datum:
3. Mai 2016
Zeit:
19:30
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort