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Mit über 300 Teilnehmern konnte die 8. multikulturelle Drachenboot-Regatta „Wir sitzen alle in einem Boot für mehr Toleranz“ am 26. Mai 2013 erneut eine rege Teilnahme verbuchen.

Trotz Regen waren Kinder, Schüler, Vertreter von Parteien, Kirchen und Religionsgemeinschaften hoch motiviert und nahmen an der munteren, aber ernst zu nehmenden Regatta teil. Die Toleranzveranstaltung konnte somit erneut ein positives Zeichen für das interkulturelle Zusammenleben in Hannover setzen. Gäste waren u. a. Edelgard Bulmahn (MdB), Hauke Jagau (Regionspräsident), Stefan Schostok (SPD), Dr. Koralia Sekler (Vorsitzende des Nieders. Integrationsrates), Bernd Strauch (Bürgermeister), Matthias Waldraff (CDU) und Ingrid Wettberg (1. Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde).

Dieses Jahr war Polen Gastland der Veranstaltung, so dass extra Auszubildende des VW-Werks aus Poznan sowie Jugendliche der Liberalen Jüdischen Gemeinde Etz Chaim aus Warschau angereist waren, um an der Regatta teilzunehmen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Ausstellung „Den Bildern Namen geben“ mit Fotos und Kommentaren junger deutscher und polnischer Auszubildenden von VW gezeigt.

Viel Zuspruch fand die Podiumsdiskussion, die neben der Regatta durchgeführt wurde. Unter der Leitung von Marcin Wiatr (Literaturwissenschaftler) diskutierten Andrzej Szynka (Gesandter der Polnischen Botschaft Berlin), Dr. Koralia Sekler (Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Integrationsrates), Ines Doberanzke (Gedenkstättenarbeit von VW-Azubis), Felix Rolf (Auszubildender Mediengruppe Madsack) und Adrian Bladowski (Azubi des VW-Werks in Poznan). Das Thema lautete „20 Jahre Partnerschaftsvertrag Großpolen mit Niederschlesien und Niedersachsen – Was haben wir voneinander gelernt? Was wollen wir miteinander lernen?“.

Auch in 2014 soll es heißen „Wir sitzen alle in einem Boot für mehr Toleranz“. Die Veranstalter freuen sich schon jetzt auf die 9. Drachenbootregatta auf dem
Maschsee in Hannover. Das Gastland wird Südafrika sein.

Geboren wurde die Veranstaltung “Wir sitzen alle in einem Boot für mehr Toleranz”, als 2006 nach den Mohammed-Karikaturen in der syrischen Hauptstadt Damaskus die dänische Botschaft gestürmt und angezündet wurde und Fanatiker den Religionskrieg ausriefen. Das hat Werner Hohlbein, Dr. Hanno Saade und Herbert Pinnecke dazu bewegt, agil zu werden, unterstützt durch ein engagiertes und zuverlässiges Organisationsteam aus dem Verlagshaus Madsack.
Das Ziel der Veranstaltung ist, den Dialog zwischen Jugendlichen unterschiedlichster Religion und Nationalität bedingt durch die integrierende Kraft des Sports zu fördern, um gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit und Religionsfanatismus zu Felde zu ziehen. Die Veranstaltung wird im jährlichen Rhythmus und nun zum 8. Mal durchgeführt. Sponsoren sind die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, Stiftung Sparda-Bank Hannover, Landeshauptstadt Hannover, ROSSMANN Drogeriemärkte, Lionsclub Hannover Maschsee, TUI, Klosterkammer Hannover und E.ON Avacon. Kooperationspartner sind die Liberale Jüdische Gemeinde Hannover e. V., Verbindungsbüro der Polnischen Vereine in Hannover und Niedersachsen e. V., Jazzclub Hannover, DTN, Haus der Religionen, DITIB und der Landespräventionsrat.

Link zur Lotto-Sport-Stiftung